Künstliche Intelligenz: Deutschland muss mit der Entwicklung Schritt halten

Prof. Dr. Florian Stahl referierte beim Marketing-Café des Stadtmarketings zum Thema „Künstliche Intelligenz“

Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ hat die Science-Fiction-Drehbücher verlassen, heute ist er längst in der Realität angekommen. Weniger in Deutschland und Europa, umso mehr in den USA und Asien. Diese Meinung vertritt Prof. Florian Stahl, der zum zweiten Mal Gast beim Marketing-Café der Stadtmarketing Mannheim GmbH war und über „Künstliche Intelligenz: Hype oder Revolution?“ referierte. Der Inhaber des Lehrstuhls für Quantitatives Marketing an der Mannheimer Fakultät für Betriebswirtschaftslehre und Experte für Konsumentenverhalten sprach Montagabend in der „Manufaktur“ in der Industriestraße vor einer überaus interessierten Zuhörerschaft, die ihn mit Fragen geradezu löcherte. Was ist dran am Hype um das sogenannte „Machine Learning System“? Wird Künstliche Intelligenz das Marketing und die Werbung langfristig verändern? Welche Chancen ergeben sich durch die neue Technik, die das Leben angeblich erleichtern soll? Und welche Gefahren? Eindeutige Antworten gibt es nicht, machte Florian Stahl deutlich, der diesen „Hype“ beobachtet und davon ausgeht, dass er in ein paar Jahren abflachen, sich aber dann doch langfristig etablieren wird wie der E-Commerce.

Trend kommt aus USA und China

„Die Entwickler an der Westküste der USA und in China dominieren diesen Trend, Europa und Deutschland hinken weit hinter her“, machte der Experte von der Universität Mannheim deutlich. Die Großen wie Amazon, Apple, Google, Netflix oder Facebook arbeiten daran, die „Maschinen“ immer schlauer zu machen. Google weiß, welche Präferenzen die im Internet kaufenden Kunden haben, für welche Restaurants sie sich in der Vergangenheit interessiert haben, wohin sie gerne reisen. Und bei der nächsten Suche im Internet werden Vorschläge gemacht, was für die potenziellen Kunden auch noch interessant sein könnte. Netflix stellt personalisierte Programmangebote zusammen, Konzerne verschicken dynamische E-Mails, um auf neue Produkte hinzuweisen. Das alles wird möglich, weil Algorithmen immer mehr dazu lernen. „Die sind noch lange nicht optimal, werden aber besser, und das immer schneller“, so Florian Stahl, der in seinem Vortrag auch Vor- und Nachteile solcher Kommunikationsstränge ansprach.

Optimierte Kundenansprache möglich

Hinter dieser neuen Form der Werbung steckt das Ziel, Märkte zu erschließen, Kunden zu gewinnen und sie möglichst zu halten. Die Bequemlichkeit der Menschen spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn sie sind offen für Angebote, die ihnen das Leben erleichtern. Wer fährt heute nicht lieber mit dem Navi in eine fremde Stadt, als herumzuirren. Oder wer drückt nicht lieber auf die eingespeicherte Nummer im Smartphone, als lange zu suchen. „Früher kannte ich dutzendweise Telefonnummern auswendig, heute nicht mehr“, berichtete Stahl schmunzelnd über seine eigene Bequemlichkeit. Der intelligente Kühlschrank, der sagt, dass die Milch fehlt, die Lieferung von Amazon, die in zwei Stunden da ist, weil das mittels „Anticipating Shipping“ heute schon möglich ist. In China wird daran gearbeitet, Fluggäste künftig durch Gesichtserkennung zu registrieren, das macht lange Warteschlangen am Zoll überflüssig. Dass Roboter Reinigungsdienste in Kliniken übernehmen und alten Menschen Gesellschaft leisten, auch das keine Utopie mehr. In welche Richtung sich Künstliche Intelligenz entwickeln wird und welche Auswirkungen das auf das soziale Umfeld haben wird, darüber könne man nur spekulieren, so Florian Stahl. Aber er ist sich sicher: „Es wird Jobs kosten“. In den USA wird heute schon jeder zweite Anruf bei Hotlines von Maschinen beantwortet, bald werden es neunzig Prozent sein.

Professor Stahl kritisierte, dass sich keine einzige politische Partei in Deutschland mit dem Thema Künstliche Intelligenz und ihren Folgen beschäftigt. Seine Prognose: „Der Verdrängungswettbewerb wird stärker, die Großen bestimmen, wer verkauft und wer keine Überlebenschancen auf dem Markt hat.“ Dennoch sei es nicht zu spät, um auch in Deutschland mit der Entwicklung Schritt zu halten. Durch Spezialisierung, beispielsweise in der Medizintechnologie.

Marketing-Café (06.11.17)

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Künstliche Intelligenz: Hype oder Marketing-Revolution?

Aus dem Science-Fiction-Drehbuch ins Marketing: Künstliche Intelligenz ist keine Zukunftsvision mehr. Chatbots, Siri und Amazons Alexa und Co. sind längst in unserem Alltag angekommen. Doch was ist dran am Hype um das „Machine Learning System“? Wird Künstliche Intelligenz die Form von Werbung und Marketing langfristig verändern? Welche Chancen eröffnen sich durch die neue Technik, die das Leben erleichtern soll?
Marketing-Experte Professor Dr. Florian Stahl kennt die Antworten. In seinem Vortrag „Künstliche Intelligenz: Hype oder Revolution?“ zeigt er, wie Marketer intelligente Systeme nutzen können, um Kunden gezielt und personalisiert anzusprechen.

Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit!

Der Referent: Professor Dr. Florian Stahl

Professor Dr. Florian Stahl ist Inhaber des Lehrstuhls für Quantitatives Marketing und Konsumentenverhalten an der Mannheimer Fakultät für Betriebswirtschaftslehre. Nach seiner Promotion an der Universität St. Gallen war er drei Jahre lang als Postdoc an der Columbia Business School in New York und anschließend als Assistenzprofessor für Quantitatives Marketing am Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Zürich tätig. In seiner Forschung widmet er sich Fragestellungen rund um die „digitale Ökonomie“ – insbesondere im Kontext der „Sozialen Medien“. Weitere Forschungsschwerpunkte von Florian Stahl liegen unter anderem in den Bereichen „Preisgestaltung digitaler Produkte“ und „Psychologie des Entscheidungsverhaltens“.

Termin: 06.11.2017
Ort: Manufaktur | Industriestr. 35 | 68169 Mannheim
Ablauf: 17.30 Uhr Get together | 18.00 Uhr Vortrag und Diskussion

Die Teilnahme ist kostenlos. Aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazitäten wird um eine Anmeldung wird bis spätestens 2. November gebeten: www.stadtmarketing-mannheim.de/marketingcafe/anmeldung

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Eintauchen in neue Welten

Beim Marketing-Café sprach Christoph Ostler über Einsatzmöglichkeiten und Chancen von „Virtual Reality“

Neben dem Trainer auf der Bank sitzen, einen Blick in die Kabinen der Fußballspieler werfen, das Spielfeld der Allianz-Arena aus der Perspektive des Tormannes sehen. All das ist möglich – mit einer VR-Brille. Unter der Überschrift „Welche Chancen und Möglichkeiten bietet Virtual Reality?“ zeigte Christoph Ostler beim jüngsten Marketing-Café auf, wohin die Reise geht. Der Geschäftsführer der Münchner Coach Communication GmbH war Gast des Stadtmarketings Mannheim und erlaubte den interessierten Zuhörern im Technoseum Einblicke in virtuelle Welten. Seit sechs Jahren beschäftigt sich Ostler mit VR, gilt als einer der „First Mover“ auf diesem Gebiet und sagt: „Virtual Reality bietet ungeahnte Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen wie Imagebildung oder Verkaufsförderung.“ Immer mehr Anwender setzen die Brillen inzwischen ein, um sich und ihre Produkte bekannt zu machen. Auf Messen, in Reisebüros, in der Immobilienwirtschaft, in der Eventbranche, im Sportbereich, beim Employer Branding, aber auch in der Forschung und Entwicklung oder in der Hotelbranche. Christoph Ostler: „Die Entwicklung steht erst am Anfang, doch das Potenzial ist enorm.“

Karmen Strahonja, Geschäftsführerin der Stadtmarketing-Gesellschaft, begrüßte den Referenten aus der bayrischen Metropole und fragte: „Wie kann dieses neue Medium in der Tourismuswerbung von Kommunen und Unternehmen vorteilhaft genutzt werden?“ Als Beispiel nannte Ostler die München-App, die einen virtuellen Stadtrundgang über den Viktualienmarkt, durch den Englischen Garten oder sogar einen Flug über die Stadt ermöglicht. „Das Eintauchen in eine virtuelle Welt weckt Emotionen und macht aus Werbung ein Erlebnis“, so Ostler. Reisebüros und international tätige Firmen hätten das verstanden.  Ganz große Entwicklungschancen sieht er im Bereich Bildung und Schulung. So könnten Auszubildende beispielsweise mittels VR-Brille realitätsnah das Montieren an Maschinen lernen. Ostler: „Das ist ein Riesenbereich. Virtual Reality liegt im Trend“, ist der Referent überzeugt. Denn immer mehr innovative Unternehmen nutzen inzwischen die VR-Technologie als Kanal, um ihre „Marken“ zu verkaufen. Ein weiteres Beispiel: Stadtentwickler und Wohnungsbaugesellschaften können mittels VR Planungen von künftigen Stadtquartieren transparenter machen, plastischer rüberbringen, wie sich Architektur in das bestehende Umfeld einpasst. Wie hoch wird das Haus gegenüber, wohin kommt der Spielplatz, wo die Straße oder der Radweg? Aber auch im Innenbereich einer Wohnung, eines Hauses lässt sich VR einsetzen: Möbel werden verrückt, Wände gestrichen, der Kunde spielt mehrere Varianten durch, bevor er kauft. Ikea macht es bereits vor.

Was sind die Herausforderungen und Grenzen der neuen Technologie und wie lässt sich Virtual Reality sinnvoll einsetzen? Diese Fragen spielten in der anschließenden Diskussion eine Rolle. Einen Rat gab er seinen Zuhörern noch mit auf den Weg: „Auf den Content kommt es an!“

Marketing-Café (09.10.17)

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Eintauchen in neue Welten – Welche Chancen und Möglichkeiten bietet Virtual Reality für Unternehmen?

Ferne Orte besichtigen oder hautnah an spannenden Erlebnissen teilhaben, ohne unsere Komfortzone in der Realität verlassen zu müssen – Virtual Reality liegt im Trend. Innovative Unternehmen sind begeistert. Die VR-Technologie bietet einen weiteren Kanal, über den Käufer nachhaltig an Marken gebunden werden können. Das Eintauchen in eine virtuelle Welt weckt Emotionen und macht aus Werbung ein Erlebnis, welches einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Doch ist Virtual Reality wirklich die nächste große Content-Plattform? Was sind Herausforderungen und Grenzen der neuen Technologie und wie lässt sich Virtual Reality sinnvoll einsetzen? Der Geschäftsführer der Coach Communication GmbH Christoph Ostler wird Einblicke in diese virtuellen Welten geben. Als einer der „First Mover“ auf diesem Gebiet weiß er genau, wie Virtual Reality ungeahnte Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen wie Imagebildung, Employerbranding oder Verkaufsförderung eröffnet. Kommen Sie vorbei, diskutieren Sie mit und nutzen Sie die Chance, mit einer VR-Brille selbst in eine Virtual Reality einzutauchen!

 

Der Referent: Christoph Ostler

Christoph Ostler, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur COACHCOM, spezialisiert auf Markenentwicklung und Markenpositionierung, beschäftigt sich seit Jahren sehr intensiv und engagiert mit dem Thema Virtual Reality. Er berichtet regelmäßig in Vorträgen über Leuchtturmprojekte für verschiedenste Top-Marken wie münchen.de oder der Allianz Arena, die schon erfolgreich umgesetzt wurden.

 

Termin: 09.10.2017
Ort: TECHNOSEUM | Auditorium | Museumsstraße 1 | 68165 Mannheim
Ablauf: 17.30 Uhr Get together | 18.00 Uhr Vortrag und Diskussion

Die Teilnahme ist kostenlos. Aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazitäten wird um eine Anmeldung wird bis spätestens 6. Oktober gebeten: www.stadtmarketing-mannheim.de/marketingcafe/anmeldung

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Wie können Influencer erfolgreich in Online Marketing integriert werden?

Stadtmarketing Mannheim lud den Social Media Experten Johannes Lenz ins Marketing-Café ein

Soziale Medien wie Facebook, Instagram oder YouTube sind heute Marketingkanäle wie Zeitungen und Magazine, Radio und Fernsehen. Über sie lässt sich Werbung betreiben, lassen sich Botschaften und Produkte verkaufen, Imagekampagnen verbreiten. Für Unternehmen ist es heutzutage fast unerlässlich diese Kanäle zu bespielen, um erfolgreich wahrgenommen zu werden. Um dies erfolgreich umzusetzen wird immer mehr auf sogenannte „Influencer“ gesetzt. Hierbei handelt es sich um Einzelpersonen, die auf den sozialen Netzwerken eine gewisse Reichweite haben. Doch wie sieht eine erfolgreiche Kooperation mit diesen Instagramern, YouTubern oder Bloggern aus? Woran erkennt man den passenden Influencer für seine Marke? Johannes Lenz ist selbst Corporate Blogger und Social Media Experte. In seinem Vortrag „Influencer Relations: Influencer können alles, aber keine Insights!“ beim Marketing-Café machte er deutlich, was Marken und Influencer beachten müssen, um eine erfolgreiche Beziehung miteinander aufzubauen.

Die Stadtmarketing Mannheim GmbH hatte den Referenten aus München eingeladen, um die Gäste ihres Marketing-Cafés mit dem Marketingtrendthema „Influencer Marketing“ vertraut zu machen. „Wie kann ich Influencer Relations zur Stärkung meiner eigenen Marke nutzen?“ stellte Carolin Bison vom Stadtmarketing Mannheim bei ihrer Begrüßung am Montagabend im Musikpark, wo sich zahlreiche Gäste eingefunden hatten, in den Raum. Zunächst einmal müsse man sich über seine Ziele im Klaren werden, nannte Johannes Lenz das oberste Prinzip: „Schauen Sie, welche Ziele Sie haben, wie Ihnen ein Influencer bei der Umsetzung helfen kann“. Das zweite wichtige Prinzip: „Bauen Sie sich ein gutes Netzwerk auf, achten Sie auf Kontinuität.“ Das sei zwar mit sehr viel Aufwand verbunden, langfristig zahle sich das aber aus.

Aber aufgepasst! Ein Influencer bringt zwar Leidenschaft und Expertise für ein Thema mit und auch eine entsprechende Reichweite, aber das Marken-Insiderwissen hat er nicht, schickte Johannes Lenz bei seinen Ausführungen voraus. Für diesen Part eignen sich sogenannte „Evangelisten“, selbstaufgebaute Markenbotschafter, die aus eigener Insider-Perspektive berichten können.

Nach Ansicht des Bloggers aus München, der bei der Digitalagentur „akom360“ für die strategische Social Web Kommunikation verantwortlich ist, spielen die Themen Glaubwürdigkeit und Vertrauen eine bedeutende Rolle. Wer eine Botschaft an den Mann oder an die Frau bringen will, muss glaubwürdig sein.

Man muss nicht Microsoft, Amazon oder Ikea sein, um Influencer Marketing zu betreiben, formuliert es Johannes Lenz. Diese Großen seien zwar vorneweg mit professionellen Botschaften im Internet, aber ebenso gut könnten Städte oder mittelständische Betriebe die sozialen Netze nutzen, um ihre Marketing-Reichweite zu vergrößern und positiv auf sich aufmerksam zu machen. Das erfordere nicht unbedingt ein großes Budget, Leidenschaft und ein gutes Konzept seien wichtiger, so Lenz.

Marketing-Café (24.04.17)

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